Pflege von LBV-Flächen bei Pfatter

Das ostbayerische Donautal gehört zu den eindrucksvollsten Flusslandschaften Bayerns und weist noch eine Vielfalt an Feuchtgebieten und Gewässerlebensräumen auf. Aufgrund der hohen natur-schutzfachlichen Bedeutung ist die Donauaue bei Pfatter in der Liste der "Important Bird Areas" der EG aufgeführt und bedeutende Teile wurden als Naturschutzgebiet "Pfatterer Au" und "Stöcklwörth" ausgewiesen. "Stöcklwörth" und "Hagenau" stellen zudem wertvolle Kernbereiche des als Vogelschutzgebiet S65-001 (Donautal zwischen Regensburg und der Staustufe Straubing) nach der FFH-Richtlinie gemeldeten Gebietes dar.

Pflege ab1986

In den Jahren 1986 bis 1990 wurde vom LBV ein EU-Vorhaben umgesetzt, in dessen Rahmen in diesem Bereich ca. 30 ha Flächen erworben wurden.

Die vom LBV durchgeführten Biotopgestaltungsmaßnahmen haben sich in den ersten Jahren sehr positiv auf die Avifauna ausgewirkt. So befanden sich die Brutreviere des Rotschenkels auf den neugestalteten Flächen, der Kiebitz war als Brutvogel in das NSG zurückgekehrt.


Auch die Brutpopulation des Brachvogels erhöhte sich.

Die Pflege der Flächen wurde an Landwirte vergeben, wobei ein Düngeverbot ausgesprochen wurde und bestimmte Mähtermine festgelegt wurden. In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass sich der Zustand einzelner Flächen durch Verlandung und Pflegedefizite an den nicht maschinenmähbaren Bereichen um Seigen verschlechtert hat. Zudem erfordern einige wertvolle Pflanzengesellschaften eine differenziertere Pflege, um sie weiterhin zu erhalten. Aus diesem Grund erarbeitet die Kreisgruppe zur Zeit ein neues Pflegekonzept. Im Rahmen dieses Konzepts sind ab 2004 neben biotopverbessernden Massnahmen wie Oberbodenabschub und Abflachung von Seigenufern auch Arbeiten vorgesehen, die von der Kreisgruppe übernommen werden sollen. Hierzu gehören die Entbuschung von Seigenufern und die Mahd per Hand an schwer zugänglichen bzw. besonders sensiblen Bereichen. Zur Finanzierung werden im Frühjahr 2004 Gelder aus dem Landschaftspflegeprogramm beantragt. Die Arbeitstermine werden im Frühjahrsprogramm bekannt gegeben.

Robert Mayer, Fotos: Heinz Tuschl

© Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
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